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Welche Temperaturen sind bei Jura F50 "normal"? - Druckversion

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Welche Temperaturen sind bei Jura F50 "normal"? - just-for-fun - 16.06.2026

Ich bin mit dem Geschmack des Kaffees nicht zufrieden, nachdem ich gerade erst die Maschine incl. Brühgruppe sehr sorgfältig gewartet hatte. Die Maschine hat völlig normale Geräuschentwicklung bei sämtlichen Vorgängen. Aber auch der doppelte Espresso (max. Kaffeeintensität und höchste. Temperatur) schmecken nach meinem Empfinden schwach. Ich kann gut vergleichen, weil ich immer Kaffee von Lavazza nehme.

Nun habe ich mit einem präzisen elektronischen Thermometer die Temperaturen direkt an den Auslaufdüsen gemessen und hatte folgende Werte:
Milchschaum (mit Profi-Mikroschaumdüse) 44°C, Milchtemperatur bei Zufuhr ca. 12°C
Heißwasser 72°C
Bezug von 2 Espressi anfangs 78°C, absinkend auf 68°C

Sind diese Temperaturen "normal"?

Wenn ich mir den Kaffeesatz-Pressling anschaue, dann sehe ich durchaus die Prägung des unteren Kolbens in der Mitte. Aber meist zerfällt der Pressling in ein oder zwei Teile, wenn er im Behälter landet.
Vom Fühlen her scheint der Kaffee fein genug gemahlen zu werden und die Cream sieht eigentlich gut aus in der Tasse.

Woran kann es denn jetzt noch liegen? 

Ich hatte Schwierigkeiten, den unteren Kolben korrekt in die Brühgruppe zu montieren. Jetzt habe ich den unteren Kolben am untersten Anschlag gehabt bei der Montage. Vielleicht war das "zu weit unten", sodass nun bei geringerer Kaffee-Füllmenge z.B. bei Bezug von nur 1 Kaffee oder 1 Kaffe lungo die eingefüllte Kaffeemenge nicht mehr genug komprimiert wird? – Wenn ja, müsste ich noch mal die Brühgruppe ausbauen und den Kolben nicht ganz unten lassen beim Montieren.

Was meint Ihr?


RE: Welche Temperaturen sind bei Jura F50 "normal"? - Schlawi - 16.06.2026

Hi,

das mit dem unteren Kolben passt. Da gibt es keine andere Stellung.
Wie viele Bezüge hat die Maschine? Unter Umständen ist auch das Mahlwerk verschlissen?
Wenn dann würde ich den Mahlring V3 erneuern. Mehr nicht.
Wenn das Pulver zu grob ist, läuft auch das Wasser schneller durch.
Habt ihr Kalk, falls ja, wurde gründlich entkalkt? Und wenn ja, mit was für Entkalker?


RE: Welche Temperaturen sind bei Jura F50 "normal"? - just-for-fun - 17.06.2026

Anzahl der Bezüge gesamt = Info / Produkte / 8070
scheint mir aber recht wenig anzuzeigen. Also sicherheitshalber auch die Angaben unter Info / Version. Da erscheint nacheinander:
513 V01.18F
LDRM V 1.0 F
44518
00003
TEXTS V 1.0

Aber 44518 Bezüge scheint mir doch arg zu hoch.

In den ersten zwei Jahren nach Kauf der gebrauchten Maschine lief die mit extrem kalkhaltigem Wasser und ich habe sie ca. alle 14 Tage mit Citronensäure entkalkt. Das Wasser hatte ich aber im Britta-Filter entkalkt. Seit 4 Jahren am neuen Wohnort habe ich samtweiches Wasser mit nahezu Null Mineralien drin. Jetzt entkalke ich nur auf Anforderung der Maschine und auch wieder mit Citronensäure.

Ja ich schließe nicht aus, dass der Mahlring verschlissen ist. Aktuell steht es auf Mahlgrad 2. Punkt von FEIN.


RE: Welche Temperaturen sind bei Jura F50 "normal"? - Schlawi - 17.06.2026

Moin,
8000 Bezüge ist noch überschaubar. Was für Bohnen da durch gingen, und vielleicht auch mal ein kleiner Stein mit durch genudelt kann man natürlich nicht ausschließen.
Hast du das Mahlwerk schon mal gereinigt. Wie sieht der Trester aus? Vielleicht mal ein Bild einstellen.
Zu den Temperaturen. Sind die bei der ersten Tasse gemessen? Man muss natürlich auch den Weg vom Erhitzer bis zum Kaffeeauslauf bei einer kalten Brüheinheit sehen.
Möglich, das die zweite und folgenden Tassen dann eine höhere Temperatur haben. Mal bei der zweiten oder dritten Tasse messen. Und auch mal eine große Tasse beziehen, ob die Temperatur dann wieder ansteigt,
Zur Milchtemperatur kann ich nichts sagen. Da habe ich keine Vergleichswerte. Aber 44°C finde ich persönlich ok.


RE: Welche Temperaturen sind bei Jura F50 "normal"? - just-for-fun - 17.06.2026

Danke für deine wertvollen Anregungen!
Alle Temperaturen habe ich in ungefähr der Mitte der Zeit gemessen, in der der Durchlauf der Flüssigkeit statt findet. Es ist ein punktförmiger Messkopf von nur 2mm Durchmesser (PT 100), den ich direkt unter dem Auslauf in die Mitte des Flüssigkeitsstrahl gehalten habe. Die Werte sind unabhängig davon, ob es die erste oder vierte Tasse ist.
Tresterbild folgt.

In einem anderen Forum wurde ein ähnliches Problem diskutiert und darauf hin gewiesen, dass die Mahlzeit für einen 2-Tassen-Bezug bei ca. 9 Sekunden liegen sollte. Wenn das viel kürzer wäre, sollte man den Gehäusedeckel abnehmen und die Kaffemehl-Luke geschlossen halten. Dann sowohl über das Mahlwerk Kaffee beziehen als auch gleichzeitig einen Löffel voll Kaffeemehl einfüllen. Wenn man das 10 bis 15 mal wiederholen würde, würde die Maschine selbstständig die Mahl-Zeit auf die nötigen ca. 9 Sekunden erhöhen. Der Poster berichtete, dass diese Aktion erfolgreich verlaufen ist.

Ich hab meine Mahl-Zeit gemessen und sie liegt bei ca. 9 Sekunden. Aber nun ist mir aufgefallen, dass der Motor so schnell läuft, als wären gar keine Bohnen drin. Und auch das Geräusch erinnert eher an einen Leerlauf als daran, dass tatsächlich Bohnen gemahlen werden. Ich vermisse ein deutlicheres Geräusch vom eigentlichen Mahlvorgang.

Ich mach jetzt mal Fotos vom Trester und werde zusätzlich das Mahlwerk demontieren und reinigen. Da es vor der Wartung der Brühgruppe usw. noch relativ gut funktioniert hatte, habe ich das Mahlwerk nicht besonders gewartet.